Neue Förderprojekte im Naturschutz
Stiftung Natur & Wirtschaft – Mehr Natur vor Ihrer Haustür
Die Stiftung Natur & Wirtschaft engagiert sich für den Schutz und die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum. Mit dem Projekt Mehr Natur vor Ihrer Haustür unterstützt sie Gemeinden gezielt dabei, die biologische Vielfalt vor Ort zu erhöhen. Im Rahmen dessen werden Gemeinden fachlich bei der naturnahen Aufwertung von Privatgärten und öffentlichen Anlagen begleitet. Bereits naturnah gestaltete und biodiversitätsreiche Gärten und Schulanlagen werden zudem mit dem Gütesiegel Garten der Zukunft ausgezeichnet und regelmässig rezertifiziert.
Das Projekt entfaltet Wirkung durch die Schaffung naturnaher Lebensräume im Siedlungsgebiet, die Sensibilisierung und Aktivierung der Bevölkerung sowie durch positive Effekte auf Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität. Gleichzeitig entstehen biodiverse Trittsteinbiotope und Korridore, die zur Vernetzung von Lebensräumen und zur langfristigen Stärkung der Biodiversität beitragen.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website der Stiftung Natur & Wirtschaft.
Fondation du Centre Ecologique Albert Schweitzer – ProBio
Das Centre Ecologique Albert Schweitzer (CEAS) ist eine Schweizer Stiftung, die sich für eine gerechtere und lebensfreundlichere Welt einsetzt. Das Projekt ProBio fördert die Biodiversität in Madagaskar durch eine Kombination aus organisatorischer, technischer und ökologischer Unterstützung.
Ziel des Projekts ist es, natürliche Ressourcen nachhaltig zu nutzen und gleichzeitig landwirtschaftliches Einkommen zu verbessern. Fünf Agrargenossenschaften mit bis zu 200 Mitgliedern erhalten Schulungen in Unternehmensführung und Betriebswirtschaft, um ihre Marktposition zu verbessern und als Multiplikator:innen weiterzugeben. Diese werden auch in agroökologischen Anbaumethoden geschult. Zusätzlich werden bis zu 300 Produzent:innen für die Folgen des Biodiversitätsverlustes und für landwirtschaftliche Lösungen zu diesem Problem sensibilisiert. Die Förderung von Agroforstwirtschaft, Mischkulturen, biologischer Schädlingsbekämpfung sowie Bodenerhalt trägt direkt zur Wiederherstellung und zum Schutz der Artenvielfalt bei. Die Schulungs- und Begleitungsaktivitäten sind darauf ausgerichtet, dass die Genossenschaften das erworbene Wissen langfristig eigenständig anwenden und weiterentwickeln können.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website von CEAS.
Jurapark Aargau – Glühwürmchenförderung im Jurapark Aargau
Der Jurapark Aargau engagiert sich für die nachhaltige Entwicklung seines Parkgebiets, das 31 Gemeinden umfasst. Mit dem Projekt Glühwürmchenförderung rückt er die Förderung nachtaktiver Arten und die Bedeutung von Nachtdunkelheit in den Fokus. Im Projekt wird das Vorkommen und die Verbreitung zweier Glühwürmchenarten (Lampyris noctiluca und Lamprohiza splendidula) in mindestens zehn Jurapark-Gemeinden systematisch kartiert.
Ziel ist es, bestehende nachtdunkle Lebensräume zu erhalten und sie besser zu verstehen. Glühwürmchen sind dabei wertvolle Indikatoren für strukturreiche, extensiv bewirtschaftete und nachtdunkle Lebensräume. Ergänzend entsteht ein beispielhafter, glühwürmchenfreundlicher Standort als Modell für weitere Aufwertungen. Gezielte Sensibilisierungsarbeit stärkt das Bewusstsein der Parkbevölkerung für die Bedeutung der Nachtdunkelheit und die Förderung lichtsensibler Arten.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website von Jurapark Aargau.
Bild: Stiftung Natur & Wirtschaft
Bild: CEAS
Bild: Jurapark Aargau, Toni Limacher