Förderung
Fördergrundsätze
Die Somaha Stiftung verfolgt in ihrer Tätigkeit die folgenden Grundsätze.
Gezielte Förderung
Vielfältige Förder-instrumente
Konsequente Wirkungs-orientierung
Langfristige Kooperationen
Bedürfnis-orientierte Begleitung
Geteiltes Wissen
Effektivität und Effizienz
Die Somaha Stiftung wählt Projekte und Partnerorganisationen passend zu ihren Themen sowie aufgrund sachlicher und transparenter Kriterien gezielt aus. Die ausgewählten Projekte fördert sie finanziell und begleitet sie im Projektverlauf.
Die Somaha Stiftung nutzt für ihre Förderung die vier Förderinstrumente Projektförderung, Programmförderung, Impact Investing und eigene operative Tätigkeit.
Nothilfe, Kompetenzerweiterung und -vermittlung, Kompetenzanwendung sowie Gemeinschaftsbildung sind die vier angestrebten Wirkungsarten der Somaha Stiftung.
Um ihre Ziele zu verfolgen, geht die Somaha Stiftung Partnerschaften mit anderen Organisationen und Institutionen ein, die sich für dieselben Anliegen einsetzen.
Die Somaha Stiftung gibt ihren Partnern Erkenntnisse und Erfahrungen aus anderen Projekten weiter, ermöglicht die Nutzung ausgewählter Unterstützungsangebote wie Weiterbildungen oder Beratungen und fördert die Vernetzung.
Kommunikation ist für die Somaha Stiftung ein zentraler Bestandteil des Handelns. Die Somaha Stiftung kommuniziert ihre Ziele, Interessen und Tätigkeiten transparent. Sie will gute Initiativen bekannt machen und zusammen mit ihren Partnern Wissen teilen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Die Somaha Stiftung will dort tätig sein, wo ihre Unterstützung einen besonderen und hohen Nutzen verspricht – allerdings auch da, wo dieser schlecht messbar ist. Sie sieht ihre Aufgabe nicht darin, Projekte zu fördern, für die es ausreichend andere Finanzierungsmöglichkeiten gibt.
Formen der Förderung
Zur Erfüllung ihres Zwecks kennt die Somaha Stiftung zwei Formen der Förderung: Institutionelle Zusammenarbeit und Einzelprojekte. Dazu geht die Stiftung Partnerschaften mit privatrechtlichen gemeinnützigen Institutionen ein. Der Stiftungsrat entscheidet über die Anträge endgültig. Ablehnende Entscheide müssen nicht begründet werden.
Institutionelle Zusammenarbeit
Im Rahmen der institutionellen Zusammenarbeit liegt der Fokus der Somaha Stiftung auf der gemeinsamen Entwicklung von Interventionen zu spezifischen Herausforderungen, unter anderem mit Investitionen in konzeptionelle Grundlagen und Strukturen.
Institutionelle, mehrjährige Partnerschaften geht die Stiftung auf Eigeninitiative ein.
Einzelprojekte
Im Rahmen der Förderung von Einzelprojekten liegt der Fokus der Somaha Stiftung auf der (Co-) Finanzierung von Projekten, die einen offenen, gesellschaftlich anerkannten Bedarf im Thema Naturschutz abdecken.
Einzelprojekte können in einem zweistufigen Prozess eingereicht werden.
Förderinstrumente und ‑wirkung
Die Förderinstrumente der Somaha Stiftung sind grundsätzlich Projektförderung, Programmförderung, Impact Investing und eigene operative Tätigkeit. Die angestrebten Wirkungsarten sind Nothilfe, Kompetenzerweiterung und ‑vermittlung, Kompetenzanwendung und Gemeinschaftsbildung. Die Somaha Toolbox dient als Orientierungshilfe bei der Verortung der Förderung. Aktuell fokussiert sich die Somaha Stiftung in ihren drei Themen wie nachfolgend dargestellt.
Förderkriterien
Die Somaha Stiftung wendet zur Auswahl der geförderten Organisationen und Projekte die folgenden Kriterien an.
Beurteilungskriterien
Die Somaha Stiftung wendet zur Beurteilung der eingegangenen Förderanträge und von Projekten aus Projektpartnerschaften sachliche, einheitliche Kriterien an. Zur Beurteilung von Wirksamkeit, Struktur und Partner in Projekten nutzen der Stiftungsrat und die Geschäftsstelle den Somaha Förderkompass. Dieser ermöglicht Transparenz in der Beurteilung von möglichen Projekten und macht diese vergleichbar.
Finanzieller Verlust, abschätzbares Risiko von (Nicht-) Erfolg des Projektes, Datentransparenz bei Förderantrag und Projekt
Realistische Annahmen zu Zielen, Zeitplan, Personaleinsatz, Mittelverwendung
Qualität von Inhalt und Struktur sowie Vollständigkeit und Schlüssigkeit des Förderantrages
Langfristiger, multiplizierbarer Lösungsansatz; Befähigung der Zielgruppe, bzw. des lokalen Partners, von der Hilfe von aussen unabhängig zu werden
Zusammensetzung nach Methoden‑, Fach- und Sozialkompetenz, Erfahrung, Teamgrösse, Seniorität
Klare, zuverlässige, ganzheitliche und termingerechte Kommunikation
Offenheit für Prozessveränderungen, Fehlerkultur, Weiterbildung, Hinterfragung des Status quo, vorausschauende Organisation
Alter der Organisation, (Miss-) Erfolge, Ruf, Bekanntheitsgrad
Lösungsansatz und Wirkung beinhalten vorausschauende Elemente, keine Kopie von bestehenden Angeboten, Originalität
Übereinstimmung mit einem der drei Stiftungszwecke und der Förderstrategie
Das Projekt ist geeignet, seine Ziele zu erreichen
Einordnung in die United Nations Sustainable Development Goals (SDGs), nicht von der öffentlichen Hand (haupt-) finanziert, kontextueller Bedarf der Zielgruppe, Organisation, Gemeinschaft, Lücke im aktuellen Angebot schliessen
Finanzielle, materielle und personelle Ressourcen werden umsichtig und zielorientiert eingesetzt; günstiges Verhältnis von Aufwand und Ertrag
Ausschlusskriterien
Nicht gefördert werden:
Projekte, die zu den Kernaufgaben der öffentlichen Hand gehören
Projekte mit kommerziellem Hintergrund
Geschlossene, nicht öffentlich Zugängliche Veranstaltungen wie Tagungen, Kongresse und Symposien
Herstellung von Druckerzeugnissen
Defizitdeckung bereits durchgeführter Projekte
Unterstützung von Einzelpersonen
Förderansatz
Ein zentraler Förderansatz der Somaha Stiftung ist die Lokalisierung, das heisst die Stärkung von Organisationen und Gemeinschaften vor Ort durch die Erhöhung von deren Selbständigkeit und Selbstbestimmung. Erfahren Sie mehr über unser Verständnis der Lokalisierung.
Der Stiftungsrat fällt den Förderentscheid auf Grundlage der Begutachtung und Empfehlung der Geschäftsstelle.
Nach gegenseitiger Unterzeichnung des Zusammenarbeitsvertrages startet die Partnerschaft und die erste Fördertranche wird auf das Konto des Förderpartners überwiesen.