Lokalisierung in der Praxis: Somaha Stiftung am SwissFoundations Symposium 2026
Am diesjährigen Schweizer Stiftungssymposium 2026 And Action! brachte sich die Somaha Stiftung mit der Session Lokalisierung in der Praxis: Wie können unsere Partnerschaften lokale Strukturen und Netzwerke in turbulenten Zeiten stärken? ein.
Die interaktive und mehrsprachige Session stiess mit über 100 Anmeldungen auf grosses Interesse. Vertreter:innen von Stiftungen und NGOs haben gemeinsam über ihre Herausforderungen bei der Entwicklung von Partnerschaften reflektiert. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie sich veränderte Finanzierungsströme und angepasste Prozesse auf die Stärkung lokaler Partnerschaften auswirken und welche Veränderungen die Organisationen in ihrer eigenen Praxis anstreben. Mit dabei waren Martin Gallard (Terre des hommes), Catriona Gourlay (PeaceNexus, Co-Leiterin SF WGIC), Katharina Pompilio (Fondation Botnar, Co-Leiterin SF WGIC), Thierry Renaud (Fondation Hand Wilsdorf), Marisa Saladin (Somaha Stiftung) und Simon Junker (Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA).
Für die Somaha Stiftung stellte Marisa Saladin das Somaha Lokalisierungsmodell(opens in new tab) und das Lokalisierungs-Assessment(opens in new tab) vor. Die Diskussion machte dabei deutlich, dass es kein one-size-fits-all-Modell für lokal geführte Ansätze gibt: Unterschiedliche Kontexte und Partnerschaften erfordern unterschiedliche Herangehensweisen. Ein weiterer Aspekt, der in der Session deutlich wurde, ist die Bedeutung der Transformation internationaler Organisationen. Nachhaltige lokale Wirkung und Verantwortung entstehen nicht allein durch die Stärkung lokaler Organisationen. Auch internationale Organisationen sind gefordert, ihre Strategien, Strukturen, Entscheidungsprozesse und Organisationskultur weiterzuentwickeln und ihre eigenen Praktiken zu hinterfragen.
Anschliessend hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in moderierten Kleingruppen im Rahmen eines Peer-Coachings über konkrete Fragen aus ihrer Partnerschaftspraxis auszutauschen und gegenseitig Feedback und Unterstützung zu geben. Die Offenheit, sowohl Erfolge als auch Herausforderungen zu teilen, zeigte das grosse Interesse an einem praxisnahen Austausch und daran, voneinander zu lernen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden, Referent:innen und Moderator:innen sowie an SwissFoundations für die gelungene Organisation und den offenen Austausch.
Ins Handeln kommen
- Der Austausch soll auch über das Stiftungssymposium hinaus weitergehen. Mit dem Localization Hub besteht eine Community für Schweizer Förderstiftungen und ihre Förderpartner, die gemeinsam an der Weiterentwicklung von Lokalisierung arbeiten. Im Zentrum steht der Austausch über praktische Tools und Herangehensweisen sowie das gemeinsame Lernen. Für weitere Informationen melden Sie sich bitte bei Marisa Saladin(opens in new tab).
- Mit der Unterzeichnung des Aufrufs Call to Action on Locally Led Development(opens in new tab) können Organisationen, Stiftungen und Regierungen ihr Engagement für eine lokal gesteuerte Entwicklung bekräftigen und die internationale Gemeinschaft zum Handeln (oder zur Umsetzung von bewährten Praktiken) anregen.
- Am 13. Oktober findet zudem der Workshop to Accelerate the Localization Agenda in Switzerland(opens in new tab) statt, durchgeführt von der DEZA und der Arbeitsgruppe Internationale Zusammenarbeit von SwissFoundations.
Bilder: SwissFoundations
